Cuba – wie geht’s weiter?

Mal kurz in eigener Sache: jeden Tag beschäftige ich mich an irgendeiner Stelle mit dem Thema ‚Kuba‘. Die diese Vielfältigkeit der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen und Probleme bei gleichzeitig anhaltender Faszination für die Menschen und ihre Situation, ist ein kleines Wunder. Und da Kuba seine „David“-Haltung gegenüber den USA auch nciht aufgibt, erhält die Insel zur Strafe immer wieder neue Dresche vom großen Nachbarn. Durch den neuen Schachzug, den sich die Hardliner und Exilkubaner um Trump überlegt haben, geht Kuba in einer neue schwierige Etappe. Die USA planen, Passagen der Blockadegesetzgebung, die bislang alles 6 Monate weiter ausgesetzt wurden, nun in Kraft treten zu lassen. Das würde bedeuten, dass zukünftig ausländische Investoren sowie Handelspartner auf Kuba oder Drittstaaten, die mit Kuba Geschäfte machen, mit Schadensersatzforderungen von US amerikanischen Gerichten bedacht werden. Jetzt muss sich also wieder zeigen, welche Länder und Unternehmen sich trauen, ihre eigene Kuba-Politik weiter zu betreiben.

Wie eigentlich alles was Trump anleiert, ist auch dies ein neuer unsäglicher Beweis seiner Schwarz-Weiß-Politik mit dem unverblümten Versuch, sich alle Welt gefügig zu machen und auf die eigenen Interessen einzuschwenken. Ich kann nur beten, dass Europa bzw. die europäischen Länder und Unternehmen, jetzt nicht in die Knie gehen. Hier kann ich nur sagen und rufen: Solidarität mit Kuba!!!!!!!!!!!!!! Macht weiter wie bisher. Und Kuba möchte man zurufen: Macht es den Europäern doch ein wenig einfacher. Baut die behördlichen Hindernisse weiter ab, geht auf die Wünsche ein. China ist ja eh schon da und wundern würde es mich nicht, wenn es demnächst auch (so wie derzeit in Israel zu beobachten) große chinesische Infrastrukturprojekte auf Kuba geben würde. Welches noch größere Druckmittel zaubert Trump denn dann noch aus dem Ärmel?